8 gute Gründe, sich vegan zu ernähren
Der kleine aber feine Unterschied zwischen Vegetariern und Veganern
Diese Regeln helfen bei der Umstellung zu einem veganen Leben
Aller Anfang ist schwer
Vorteile veganer Ernährung
Experimentieren mit Rezepten
Ersatzprodukte als Einkaufshilfe
Und die Kosten?

Auf eine komplett vegane Ernährung umzusteigen, ist nicht immer einfach. Je nachdem, aus welchem Grund Du Deine Ernährung umstellen möchtest, kann die Umstellung entweder etwas Zeit und Geduld in Anspruch nehmen oder von heute auf morgen umsetzbar sein. Vegan zu leben, heißt: Völlig auf tierische Produkte zu verzichten, kein Fleisch, keine Milchprodukte und keine Eier zu konsumieren. Im Gegenzug dazu solltest Du jedoch viel Obst und Gemüse zu Dir nehmen, Ersatzprodukte finden und dabei auf eine abwechslungsweise Kost achten, damit Du Deinem Körper alle Nährstoffe zuführen kannst, die er benötigt. Inhaltsstoffe sind zu studieren und passende Rezepte zu finden. Für jeden, der sich gerade frisch mit veganer Ernährung auseinandersetzt, klingt das alles mit Sicherheit ziemlich anstrengend und abschreckend. Möchtest Du jedoch aus Überzeugung Deine Ernährung bewusst erleben und umstellen, dann darfst Du Dich auch über viele positive Effekte für Dein Wohlbefinden, Deine Gesundheit und Dein Körpergefühl freuen. Die Schwierigkeiten, die sich zu Beginn bei einer Umstellung ergeben, rücken schon bald in den Hintergrund und auch Du gewöhnst Dich an Deine neue Essweise.

Eine Ernährungspyramide



Möglicherweise spielt für Dich als bisheriger „Allesesser“ der Tierschutz als Hauptkriterium für Deinen Sinneswandel eine große Rolle. Du möchtest nicht, dass Tiere für Dich leiden oder sogar sterben müssen, nur, damit Du Lebensmittel konsumieren kannst, die von ihnen gewonnen werden. Auch Kleidung, die aus Leder und anderen tierischen Stoffen hergestellt wird, soll in Deinem Kleiderschrank keinen Platz mehr haben. Oder Du willst einfach Deinem Körper etwas gutes tun, Dich insgesamt fitter, jünger und zufriedener fühlen. Für die Umstellung auf eine vegane Lebensweise gibt es viele verschiedene Gründe.

8 gute Gründe, sich vegan zu ernähren

Welcher Grund auch immer Dich persönlich dazu bewegt, Veganer zu werden, er hat mit Sicherheit seine Richtigkeit und ist wichtig für Dich. Für die unterschiedlichsten Menschen kommen die vielseitigsten Gründe in Betracht, sich auf eine gesündere, tierproduktfreie Ernährung einzulassen. Hier sind die 8 am häufigsten genannten Gründe, warum Allesesser zu Veganern werden:

  • Sie möchten nicht, dass Tiere in der sogenannten Intensivtierhaltung ihr Leben verbringen.
  • Sie finden den Gedanken an Tiertransporte schrecklich.
  • Sie haben sich mit dem Thema „Küken zu sexen“, sie also nach ihren Geschlechtern zu trennen und dann die männlichen Küken zu töten, auseinandergesetzt.
  • Sie möchten die Umwelt schützen.
  • Sie wollen aktiv etwas gegen den Hunger auf der Welt tun.
  • Sie möchten etwas für ihre eigene Gesundheit machen.
  • Sie glauben nicht an Begriffe wie „Bio“, „natürlich“, „artgerecht“ oder „Freilandhaltung.
  • Sie lieben Tiere.

Der kleine aber feine Unterschied zwischen Vegetariern und Veganern

Häufig ist vielen Menschen gar nicht bewusst, welcher Unterschied sich eigentlich zwischen Vegetariern und Veganern ergibt. Wer sich nicht mit dem Thema auseinandersetzt, meint vielleicht sogar, dass das eine für das andere ein Synonym ist.

Doch Fakt ist: Veganer verzichten komplett auf alle Lebensmittel, die aus tierischen Produkten gewonnen werden. Für die meisten Veganer gibt es keinen Mittelweg – entweder sie verzichten komplett auf alle tierischen Produkte oder sie lassen es. „Es gibt ja auch keine halb tote Kuh.“ ist dafür oft eine gute Begründung.

Zum Vergleich gibt es da noch die vegetarische Lebensweise. Vegetarier nehmen im Gegensatz zu Veganern nur kein Fleisch zu sich. Der Verzehr von Milchprodukten ist jedoch erlaubt. Der Trend geht jedoch immer mehr in Richtung komplettem Verzicht. Viele ernährungsbewusste Menschen, die sich bisher vegetarisch ernährt haben, wagen den letzten logischen Schritt in ein Leben als Veganer. Doch auch dabei solltest Du einige wichtige Dinge beachten.

Vegane Lebensmittel

Diese Regeln helfen bei der Umstellung zu einem veganen Leben

Regel Nr. 1 – Ernähre Dich so abwechslungsreich wie nur möglich

Wenn Du Deine Nahrungsaufnahme abwechslungsreich gestaltest, nimmst Du eigentlich alle Nährstoffe zu Dir, die Du benötigst. Das gilt jedoch nicht für Vitamin B 12. (siehe Regel Nr. 2)

Regel Nr. 2 – Sichere die Zufuhr von Vitamin B 12

Wenn Du Dich vegan ernährst, hast Du keine Chance, Vitamin B 12 zu Dir zu nehmen. Da dies jedoch für das Nervensystem und die Bildung von Blut vonnöten ist, solltest Du dies Deinem Körper über ein Nahrungsergänzungsmittel zuführen.

Regel Nr. 3 – Nimm zu jeder Mahlzeit Vitamin C in Form von Getränken zu Dir

Das hilft Dir, die Eisenaufnahme zu optimieren.

Regel Nr. 4 – Vermeide die Aufnahme von raffiniertem Zucker und Weißmehl

Leider beinhaltet Weißmehl, auch, wenn es zu den veganen Lebensmitteln gehört, leere Kalorien. Möchtest Du also weiterhin auf Deine Figur achten, solltest Du diese und raffinierten Zucker meiden.

Regel Nr. 5 – Nimm zusätzliche Fette in Maßen, nicht in Massen zu Dir

Bist Du gesund, solltest Du zusätzliche Fette und Öle nur wenig und ganz bewusst zu Dir nehmen. Leidest Du allerdings unter einer Herzkrankheit, solltest Du darauf sogar komplett verzichten. Vegane Kleinkinder sind von dieser Regel ausgeschlossen. Omega-3-Fettsäuren findest Du übrigens zur Genüge in Leinsamen, die frisch gemahlen verzehrt werden.

Regel Nr. 6 – Nimm industriell hergestellte Lebensmittel nur ab und zu zu Dir

In Lebensmitteln, die industriell hergestellt werden, sind viele Zusatzstoffe, Konservierungsmittel, Aromen und Süßstoffe künstlicher Art enthalten, auf die Du so gut wie möglich verzichten solltest. Es spricht natürlich nichts dagegen, auch diese Lebensmittel zu konsumieren, aber auch hier gilt: bitte nur ab und zu.

Regel Nr. 7 – Auf Deinen Speiseplan gehören Obst, Gemüse, Vollkorn und Hülsenfrüchte

Ganz klar, da vegane Ernährung ausschließlich aus pflanzlichen Lebensmitteln besteht, gehören alle diese Bestandteile auf Deinen Speiseplan, damit Du Dich gesund und bewusst ernähren kannst.

Aller Anfang ist schwer

Nun stellt sich natürlich auch die Frage, wie genau man es vom sogenannten Allesesser zum Veganer schafft? Ist es dabei sinnvoll, nach und nach umzusteigen und so den Körper daran zu gewöhnen, oder ist es besser, wenn man einfach einen radikalen Schnitt wagt? Und wie groß ist dann dabei die Rückfallquote?

Als Antwort lässt sich grundsätzlich sagen, dass es dabei vor allem auch auf Dein persönliches Essverhalten ankommt.

Wenn Du bereits recht interessiert an veganer Ernährung bist und Dich schon gesundheitsbewusst ernährst, dürfte eine langsame Umstellung für Dich empfehlenswert sein. Das bedeutet, dass Du nach und nach versuchst, auf alle tierischen Produkte bei der Zubereitung Deiner Mahlzeiten zu verzichten.

So könntest Du hier zum Beispiel vorgehen:

  • lass am ersten Tag den Käse komplett weg
  • verzichte am nächsten Tag zusätzlich auf Milch
  • danach streichst Du noch Eier und Butter von Deinem Speiseplan

Leider lässt es sich nicht verleugnen, dass die Gefahr eines Rückfalls mit diesem Weg eher gegeben ist, aber wenn du ohnehin schon Interesse an einer gesunden Ernährung hast, sollte die Umstellung nicht allzu schwierig umzusetzen zu sein.

Ein radikaler Umstieg geht hingegen damit einher, dass Du von heute auf morgen alle tierische Produkte von Deinem Essensplan streichst. Das wird natürlich gerade zu Beginn recht schwer sein und Dein Durchhaltevermögen erfordern – auch das Auftreten von Entzugserscheinungen ist möglich – doch der Vorteil in dieser Methode besteht einfach darin, dass sich der Körper schneller umstellt und somit auch das Wohlbefinden viel früher verbessert wird. Viele neue Veganer berichten voller Stolz darüber, dass sie sich viel wohler fühlen, die Haut deutlich gesünder und jünger aussieht und sie unter Umständen sogar ein paar Kilo verloren haben. Dies geschieht jedoch nicht automatisch mit dem Weglassen von Fleisch und Milchprodukten, sondern bedarf generell einer gesunden und ausgewogenen Ernährung in Kombination mit viel Bewegung. Sport ist also ein wichtiger Bestandteil, wenn Du vor allem daran interessiert bist, etwas abzunehmen. Alle diese positiven Effekte motivieren natürlich zum Durchhalten.

Sport Laufen

Vorteile veganer Ernährung

Eine vegane Ernährung bringt die unterschiedlichsten Vorteile mit sich. Diese können sich sowohl auf Dein Empfinden für das Lebensgefühl wie auch auf Deine Gesundheit auswirken.

Für das Lebensgefühl:

Nach der Umstellung verspüren viele Menschen, dass sie …

  • .. wieder mehr Energie und Antrieb haben
  • … sie sich wesentlich fitter und munterer fühlen
  • … über eine gesteigerte Lebenslust verfügen

Etliche Veganer berichten von einer regelrechten Wiedergeburt, sie fühlen sich schon kurz nach ihrer Ernährungsumstellung wohler und voller Tatendrang. Das wirkt sich dann natürlich auch auf Deinen gesamten Alltag aus. Du kannst Dich viel besser konzentrieren, bist produktiver, hast viel mehr Lust, Dich zu bewegen und machst dadurch vielleicht öfter Sport. Alles in allem lebst Du gesünder, aktiver und viel bewusster.

Für die Gesundheit:

Im Gegensatz zu Allesessern leiden Veganer viel weniger unter …

  • … Diabetes
  • … hohem Blutdruck
  • … Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Das hat einen ganz einfachen Hintergrund. Als Veganer konsumierst Du im Gegensatz zu Nicht-Veganern oft viel mehr Vollkornprodukte, die einen geringen Zuckergehalt aufweisen. Damit bist Du viel weniger anfällig dafür, an Diabetes Typ II zu erkranken. Da Du als Veganer keine tierischen Fette aufnimmst, ist auch Dein Cholesterinspiegel niedriger und Du leidest weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn Du Dich vegan ernährst, hast Du auch einfach generell einen gesünderen Lebensstil und setzt Dich somit viel mehr mit gesunder Ernährung auseinander. Das alles trägt dazu bei, dass Du weniger unter den oben genannten Erkrankungen leidest und diesen vielleicht sogar effektiv vorbeugst.

Wichtig ist jedoch, dass Du bei einer veganen Ernährung auf einen abwechslungsreichen Speiseplan achtest. Eine gewisse Freude und ein Auseinandersetzen mit den Inhaltsstoffen sind hierbei enorm wichtig, um alle Lebensmittel kennenzulernen und diese bewusst zu konsumieren. Außerdem musst Du unbedingt darauf achten, dass Du genug Vitamin B12 zu Dir nimmst. Vitamin B12 ist bedeutend für das Nervensystem und für die Blutbildung. In rein pflanzlicher Ernährung ist es nicht vorhanden, sodass Du keine Chance hast, dies als Veganer mit der Nahrung aufzunehmen. Hier kommt nur ein Nahrungsergänzungsmittel infrage. Alle anderen Vitamine nimmst Du auch bei einer veganen Ernährung auf. Voraussetzung ist hier natürlich wieder, dass Du diese möglichst abwechslungsreich und vielseitig gestaltest.

Experimentieren mit Rezepten

In der heutigen Zeit ist es kein Problem mehr für Dich, als Veganer leckere Rezepte zu finden, die auch schmecken. Das Internet und verschiedenste Kochbücher halten für Dich unzählige, leckere Variationen zu veganen Speisen bereit. Ersatzmittel wie Tofu, Sojaprodukte oder Nudeln ohne Ei findest Du mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt und nicht mehr nur in speziellen Läden. Das Kochen und Backen von veganen Gerichten kann Dir sogar viel Spaß machen und oft ist es so, dass sich eine vegane Speise viel schneller und einfacher zubereiten lässt, als ein Gericht mit Fleisch. Du solltest also nicht aus Scheu vor neuen Rezepten an Deinem Plan zur gesunden Ernährung scheitern.

Ersatzprodukte als Einkaufshilfe

Es existieren die unterschiedlichsten Ersatzprodukte, die Du für tierische Erzeugnisse einsetzen kannst. Diese findest Du mittlerweile in jedem größeren Supermarkt und mich Sicherheit auch in Deiner Nähe. In den veganen Rezepten tauchen diese natürlich immer wieder auf. Du wirst also nicht um sie herumkommen, wenn Du komplett auf tierische Produkte verzichten willst. In der nachfolgenden Tabelle geben wir Dir eine kleine Einkaufshilfe, welche veganen Lebensmittel Du verwenden kannst, um nicht-vegane Lebensmittel auf Deinem Speiseplan zu ersetzen.

Nicht vegane Lebensmittel Vegane Lebensmittel
Fleisch Tofu, Sojagranulat, geräuchert oder natur
Joghurt Sojajoghurt
Kuhmilch Sojamilch, Reismilch
Eier Ei-Ersatzpulver
Butter Vegane Margarine
Honig Ahornsirup, Agavendicksaft

Und die Kosten?

Viele Menschen, die den Wunsch hegen, vegan zu leben, haben die Befürchtung, dass sich die gesunde Lebensweise negativ auf ihren Geldbeutel auswirken könnte. Es wird immer gesagt, dass vegetarische oder vegane Nahrung viel teurer sei. Das stimmt so allerdings nicht. Du solltest die Kosten unbedingt von mehreren Seiten betrachten:

  • 1. Gemüse, Nudeln und Co. im Vergleich zu Fleisch- und Milcherzeugnissen

    Es ist ganz klar: Nahrungsmittel wie Nudeln und Gemüse sind deutlich günstiger als Fleisch und Milch. In der Regel kannst Du mit veganen Lebensmitteln mehr Mengen an Nahrung herstellen als mit nicht-veganen Lebensmitteln. Auch ist beispielsweise 1kg Tofu viel günstiger, als es 1kg Filet vom Rind ist. Und Tofu hat die Eigenschaft, mehr Personen zu sättigen, als es Fleisch tut.

  • 2. Bezug von veganen Lebensmitteln aus verschiedenen Quellen

    Vegane Lebensmittel kannst Du in den unterschiedlichsten Quellen kaufen. Gut sortierte Supermärkte bieten sie Dir natürlich günstiger an, als es in Bioläden oder im Reformhaus der Fall ist. Wenn Du also die Möglichkeit hast, kannst Du auch hier vegan einkaufen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn Du etwas strenger nach Deinem Geld schauen musst.

  • 3. Ersparnisse über die nächsten Jahrzehnte hinweg

    Da sich die vegane Ernährung auf Deinen Gesundheitszustand auswirkt, sparst Du über die nächsten Jahrzehnte hinweg einiges an Geld. Du benötigst viel weniger bis möglicherweise gar keine Medikamente, da Du nicht oder nur leicht unter schweren Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Problemen oder Diabetes leidest. Du musst Dich also viel weniger in ärztliche Behandlung oder zur stationären Aufnahme ins Krankenhaus begeben.





Vegane Ernährung für ein besseres Lebensgefühl 5.00/5 (100.00%) 3 votes

Andere Artikel